A 99 wird Stück für Stück vierspurig

von Redaktion

VON MAX WOCHINGER

Aschheim – Baustellen-bedingte Staus plagten jahrelang Auto- und Lkw-Fahrer zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und Aschheim/Ismaning. Jetzt ist dieses Teilstück fertig vierspurig ausgebaut. Doch baustellenfrei ist der Nordring damit nicht – das Problem hat sich nur ein Stück Richtung Süden verlagert: Gestern gab es den offiziellen Spatenstich für den Ausbau der 3,8 Kilometer langen Strecke zwischen den Anschlussstellen Aschheim/Ismaning und Kirchheim. Die Arbeiten sind eigentlich schon im Gange: Eine Brücke, die Kirchheim mit einem Gewerbegebiet auf der anderen Seite verbindet, wird abgerissen. Dafür entsteht eine Behelfsbrücke.

Der Bund gibt für den Ausbau 125 Millionen Euro aus. 2024 soll die dann 48 Meter breite Autobahn fertig sein. „Der Autobahnring ist keine Münchner Angelegenheit“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der zum Spatenstich vorbeikam. „Er hat eine europäische Dimension.“

Die Autobahn GmbH des Bundes lässt an der Notwendigkeit des Ausbaus keine Zweifel gelten. „Es wird immer mehr Verkehr“, sagt Direktor Michael Kordon.

In der Ferienzeit werden auf der A 99 bis zu 164 000 Fahrzeugen gezählt. an Werktagen sind es etwa 140 000 – diese Zahl soll laut Prognose bis 2030 auf 151 000 ansteigen. Das rechtfertige den Ausbau. Die Autobahnplaner betonen auch, dass der Ausbau umweltschonend erfolge. Beim Bau der A 99 wurde seit den 1970er-Jahren der Mittelstreifen überbreit angelegt – das ermögliche jetzt den Ausbau „nach innen“.

Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) forderte am Montag ein Tempolimit für die A 99. Doch das ist mit der CSU nicht zu machen. Wird die A 99 eines Tages fünfspurig? „Schon möglich“, meint Autobahnplaner Kordon.

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