Go-Ahead kommt zum Zug

von Redaktion

München/Augsburg – Der Bahnstreik ärgert die Fahrgäste auch im Allgäu, ein anderes Problem hingegen scheint abgewendet: Der Bahnhersteller Stadler hat sich mit dem Bahnunternehmen Go-Ahead über die Modalitäten der Auslieferung von neuen Triebfahrzeugen geeinigt.

Demnach steht einem Betriebsstart im E-Netz Allgäu (München–Lindau) nichts mehr entgegen, berichtet die Bayerische Eisenbahngesellschaft. Go-Ahead übernimmt die Strecke ab Dezember von der Deutschen Bahn, die bei der Neuausschreibung der Strecke unterlegen war. Für das britische Unternehmen ist die Streckenübernahme ohnehin eine Herausforderung. Lokführer zum Beispiel sind knapp, der Unternehmen sucht intensiv.

Und dann kam das: Der Schweizer Zughersteller Stadler hatte sich zunächst geweigert, die 22 bestellten Triebfahrzeuge des Typs „Flirt“ an das britische Unternehmen Go-Ahead auszuliefern, weil Stadler den Betrieb der Werkstatt in Langweid bei Augsburg an das russische Unternehmen TMHI ausgelagert hatte. Stadler befürchtete Industriespionage. Diese Bedenken seien jetzt aber ausgeräumt, berichtet Patrick Verwer, Geschäftsführer von Go-Ahead in Bayern.

Über die Details ist Stillschweigen vereinbart worden. Offenbar soll durch sichere Datenleitungen verhindert werden, dass Baudetails der Stadler-Züge nach Russland abfließen.  dw

Artikel 11 von 11