München – Gegen einen Beamten des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) wird wegen Geheimnisverrats ermittelt. Der Polizist ist bereits seit fast zwei Jahren suspendiert, wie das LKA am Freitag berichtete.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft München II geht es in erster Linie um den Verdacht des Verrats von Dienstgeheimnissen. Außerdem werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung im Zusammenhang mit Chat-Inhalten ermittelt, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Mayer. Details zu den Vorwürfen nannten weder Mayer noch das LKA.
Allerdings hatte bereits die Staatsanwaltschaft München I gegen den Polizisten in anderer Sache ermittelt. Laut der „Bild“-Zeitung wird der Beamte verdächtigt, im Jahr 2014 eine Drogen-Razzia an Bordellbetreiber verraten zu haben. Dies sei aber erst fünf Jahre später bekannt geworden. Wegen Verjährung der Tat seien die Ermittlungen eingestellt worden.
Laut LKA könnte aber auch dieser Fall im Rahmen des dienstrechtlichen Verfahrens Folgen für den seit Oktober 2019 suspendierten Beamten haben. „Im Disziplinarverfahren gelten nicht die strafrechtlichen Verjährungsfristen“, erläuterte ein Sprecher des LKA’s. lby