„Welches ist das berühmteste Gemälde der Welt?“, quakte Klara. Agnes überlegte kurz und sagte dann: „Die ‚Mona Lisa‘ von Leonardo da Vinci. Wahrscheinlich um das Jahr 1502 begann Leonardo, das Porträt einer jungen italienischen Adeligen zu malen. Die ‚Mona Lisa‘ gilt als sehr geheimnisvoll. Das Geheimnis beginnt schon damit, dass man jahrhundertelang rätselte, wer die auf dem Bild dargestellte Frau war. Die einen sagten, dass es sich um Lisa del Giocondo, die Frau eines Florentiner Seidenhändlers, handelt. Andere sagten, dass ein Fürst aus dem Haus der Medici das Bild als Trost für seinen kleinen Sohn bestellte, der die Mutter verloren hatte. ‚La Gioconda‘ ist nämlich der Beiname des Bildes. Und das heißt ‚die Tröstende‘.“
„Aber das wird doch nicht das einzige Geheimnis der ‚Mona Lisa‘ sein!“, schnatterte ich neugierig. „Nein“, quakte Agnes. „Ein weiteres Geheimnis liegt in der Maltechnik Leonardos, die ‚sfumato‘ heißt. Das bedeutet ‚verschwommen‘. Der Hintergrund sieht aus, als ob er im Nebel läge. Und das Gesicht der Mona Lisa wirkt dadurch weich. Sie lächelt ein bisschen, ist aber zugleich undurchschaubar und kühl. Gleichzeitig schauen einen ihre Augen an, egal, wo vor dem Bild man steht.“ Eure Paula