Genussbotschafter aus der Region

von Redaktion

VON MATTHIAS SCHNEIDER

München – „Hier haben wir unseren Alpenburger, mit Speck und Meerrettich-Sauerrahm-Mangosauce, das Fleisch dafür hat Bayern noch nie verlassen“, strahlt Messina Salina. Das gilt auch für alle anderen Zutaten, die die 35-Jährige mit Ehemann Giuseppe in ihrem Bayern Truck verarbeitet. Denn das Restaurant auf Rädern ist Teil des Genussmarkts, der diese Woche an der Münchner Ludwigstraße den Gästen der Automesse IAA Appetit auf Genuss aus der Region machen soll.

„Ziel ist es, die internationale Messe zu nutzen, um den Ruf der bayerischen Erzeuger in die Welt zu tragen“, erklärt eine Ministeriumssprecherin. Dafür wurde vor den Toren des Agrarministeriums eine Marktgasse geschaffen. Während sich im Hintergrund Gäste durch die Sicherheitsschleusen auf das IAA-Gelände am Odeonsplatz schieben, zapft Marta Girg von der Haderner Brauerei ein Helles. „Wir sind stolz, dass wir als kleine Brauerei ausgewählt wurden“, sagt sie. Klein, aber fein, denn beim Haderner handelt es sich um das erste Bier in Bioqualität, das ausschließlich in München gebraut wird. Das Familienunternehmen legt Wert auf regionale Zutaten: „Bei uns kommt alles aus Bayern und das schmeckt man auch“, sagt Girg. Das ist ganz im Sinne des Veranstalters: „Wir wollen mit dem Genussmarkt vor allem die beiden Schutzmarken des Agrarministeriums bekannt machen und damit natürlich regionale Produzenten stärken“, so die Ministeriumssprecherin. Gemeint sind die Siegel „Geprüfte Qualität aus Bayern“ und das „Bayerische Biosiegel“.

Regionale Hersteller stärken wollen auch Sebastian und Steffen Wilhelm von „Unser Land“ . Sie vertreten in München die etwa 350 Erzeuger ihres Verbandes um München und Augsburg. „Die hartgekochten Eier kommen vom Bertenbauernhof in Dietramszell und die Nussschnecken von der Fritz-Mühlenbäckerei Aying“, sagt Steffen Wilhelm. Bei einem kleinen Imbiss erklären die beiden den Besuchern, weshalb regionale Produkte gut für Klima und Genuss sind. Auch die Stadtbewohner liegen ihnen am Herzen: „Wir haben hier Bio-Milch aus dem Mangfalltal dabei“, sagt Wilhelm. Von dort kämen 80 Prozent des Münchner Trinkwassers: „Und durch die strengen Auflagen schützen die Landwirte die Trinkwasserspeicher.“

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