Nach Großbrand: Münsinger helfen der Bäuerin

von Redaktion

Münsing – Der Tag nach dem Großbrand im Münsinger Ortsteil Sonderham (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen), bei dem sowohl ein landwirtschaftliches Gebäude als auch das Wohnhaus der Landwirtsfamilie zerstört wurden (wir berichteten), zeigt erst das ganze Ausmaß der Katastrophe: Schwarze, verkohlte Balken liegen dort, wo einst der Stall stand. Vom Dach des Wohnhauses ist nur das Gerippe übrig geblieben.

Nachdem die Feuerwehr grünes Licht zum Betreten des Bauernhauses gegeben hat, versucht die Familie zu retten, was zu retten ist. Tröstlich: Sie ist nicht allein. Zahlreiche Helfer, darunter die Nachbarn, schleppen gemeinsam Möbel und Dokumente aus dem einstigen Zuhause der Landwirte.

Noch während des Einsatzes hat der örtliche Metzger Semmeln vorbeigebracht, Anwohner versorgten die Rettungskräfte zusätzlich mit Getränken, umliegende Landwirte erklärten sich bereit, die aus dem brennenden Stall geretteten Tiere aufzunehmen.

„Kann ich euch sonst noch irgendwie helfen?“ – diese Frage beherrscht auch am Tag danach das Geschehen. Immer wieder kommen Freunde und Bekannte auf den Hof und erkundigen sich, wie es der Familie geht. „Ich kann nur Danke sagen“, zeigt sich die Bäuerin, die namentlich nicht genannt werden will, überwältigt. Noch am Unglückstag sind sie bei der Verwandtschaft untergekommen, haben jetzt für die nächste Zeit eine Ferienwohnung.

Münsings Bürgermeister Michael Grasl, der sich gestern vor Ort selbst ein Bild von der Lage nach dem Großbrand machte, hat der geschädigten Familie „die Unterstützung der Gemeinde angeboten. Dies betrifft vor allem behördliche Abläufe, die wir auf jeden Fall nach Kräften und mit all unseren Mitteln beschleunigt werden.“

Für die Münsinger selbst ist die Unterstützung eine Selbstverständlichkeit. „Wir sind ein Dorf“, heißt es, „wir halten zusammen.“ SABINE HERMSDORF-HISS

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