Frau Dr. Raspelzahn wollte uns in der Biberburg ihre neue Töpferscheibe vorführen. Ich, Agnes, Waschbär Waldemar und Igel Egon der Stachelige waren überrascht, als wir die zierliche Töpferscheibe im Biberbau sahen. Wo hatte Frau Dr. Raspelzahn die nur herbekommen? Außerdem drehte sich die kleine Töpferscheibe wie verrückt – von selbst. „Das liegt daran“, erklärte uns die Biberin, „dass ich sie über ein Verbindungsgummi mit einem Wasserrad am Zufluss zum Teich verbunden habe, sie also von Wasserkraft angetrieben wird.“ „Man merkt immer wieder, dass unsere Biberin einen Doktor im Fach Deichbau und Landschaftsarchitektur hat“, quakte mir Agnes leise ins Ohr. Die Biberin warf nun ein Stück Ton auf die Töpferscheibe und setzte sich auf ein Höckerchen. Blitzschnell wurde unter ihren Pfoten aus dem Klumpen eine Amphore. „Wusstet ihr, dass im antiken Griechenland in solchen Amphoren Wein oder Getreide gelagert wurden? Bei den panathänischen Spielen in Athen, die erstmals 566 vor Christus stattfanden, überreichte man den siegreichen Sportlern Amphoren mit Öl, auf denen ihre jeweilige Sportart und die Göttin Athene abgebildet waren. Keramiken waren für die Griechen sehr wichtig.“ Eure Paula