von Redaktion

Gestern zeigte uns die Biberin Frau Doktor Raspelzahn ein schlichtes Gewand, einen Hut, eine Muschel, einen Ledersack mit Riemen und einen groben Umhang: Sie ließ uns raten, welches Geheimnis hinter diesen Gegenständen steckt. „Das könnte ein Pilgerstab sein!“, schnatterte Agnes. „Genau“, sagte die Biberin. „Das ist die Ausrüstung eines Jakobspilgers. Gut erkennbar an der Muschel. Die Muschel ist das Symbol des Heiligen Jakobus, der ein Jünger Jesu war. Im Jahr 829 wurde im spanischen Santiago de Compostela ein römischer Sarkophag mit menschlichen Knochen entdeckt. Man vermutete, dass sie von dem Apostel Jakobus stammten, der in Spanien gepredigt hat. Mönche eilten nach Santiago, eine Kirche wurde gebaut, Ritterorden gegründet. Immer mehr Zweibeiner gingen sich auf die Pilgerfahrt, besonders im 15. Jahrhundert. Der Pilgerweg begann in Frankreich und endete am Grab in Santiago. Die Pilger übernachteten in Klöstern und Kirchen. Übrigens war das Reisen gefährlich.“

„Aber warum pilgerten die Zweibeiner überhaupt?“, quakte Klara. „Sie pilgern immer noch“, antwortete die Biberin. „Schwer zu sagen, warum. Ich glaube, sie möchten näher bei Gott sein!“ Eure Paula

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