Oma kocht am besten

von Redaktion

MEIN DORF Martin Svejkovsky kommt gern heim nach Königsdorf

Jede Woche beantwortet ein Oberbayer Fragen rund um seine Heimat. Martin Svejkovsky, 23, ist in Königsdorf geboren und aufgewachsen. Die Gemeinde liegt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und hat rund 3500 Einwohner. Zurzeit studiert Martin Svejkovsky Soziologie in Innsbruck. Er kommt aber immer wieder gern in seine Heimat zurück.

Sie haben immer noch ein Standbein in Königsdorf, auch wenn Sie gerade in Salzburg studieren?

Ja, die Familie meiner Mama kommt aus Königsdorf. Wir wohnen neben dem Bauernhaus, in dem sie aufgewachsen ist. Meine Großeltern leben dort immer noch.

Also haben Sie dort richtige Wurzeln?

Die Familie meiner Oma lebt schon immer in Königsdorf. Mein Uropa war Bierfahrer und der erste Lastwagenbesitzer im Dorf. Er hat seinen Beruf über Generationen weitergegeben. Ein Urenkel fährt heute immer noch Bier bei uns aus.

Was ist Ihr Lieblingsort in Königsdorf?

Am Ortsrand gibt es einen Hügel, den „Goritzleitn“. Von dort kann man vom Wendelstein bis ins Allgäu schauen. Die Aussicht ist einfach toll.

Und wo gibt es das beste Essen in Königsdorf?

Wir haben nur einen Wirt. Der ist zwar nicht schlecht, aber das beste Essen gibt es natürlich bei meiner Oma.

Was verbinden Sie mit Königsdorf?

Viele Kindheitserinnerungen. Zum Beispiel gibt es einen Bach, der durch das ganze Dorf fließt. Dort haben wir früher immer gespielt und versucht, Fische zu fangen. Wir waren fast jeden Tag dort.

Welche Vorteile hat das Dorfleben für Sie?

Man kennt viele Leute, es ist nicht so anonym. Ich habe sogar noch Kontakt zu Freunden aus dem Kindergarten – man verliert sich einfach nicht so schnell aus den Augen. Und natürlich auch die ganzen Vereine, für die man sich engagieren kann.

Und Nachteile?

Man muss aufpassen, was man sagt. Alles spricht sich rum. Früher habe ich manchmal das Fußballtraining geschwänzt und gesagt, dass ich krank bin, obwohl ich mit Freunden am See war. Natürlich hat mich dann trotzdem jemand gesehen und die Schwindelei ist aufgeflogen.

Kann man in Königsdorf gut feiern?

Jedes Jahr an Fasching gibt es eine große Feier im Wirtshaus. Da geht es ziemlich ab. Auch der Burschenverein organisiert immer ein großes Fest. Eine Kneipe oder einen Treffpunkt für junge Leute gibt es aber nicht. Das fehlt in Königsdorf schon.

Sind Sie immer noch gerne in Königsdorf?

Ich studiere zurzeit in Innsbruck, aber komme immer gerne zurück nach Hause. Auf dem Heimweg fährt man von der Autobahn direkt auf den Kirchturm von Königsdorf zu. Da kommt immer direkt das Heimatgefühl auf.

Könnten Sie sich vorstellen, irgendwann wieder in Königsdorf zu wohnen?

Schon möglich. Ich kann es mir auf jeden Fall sehr gut vorstellen.

Interview: Merle Hubert

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