Studenten-Rekordzahl zum Neustart mit 3G

von Redaktion

München – Unter Beachtung der 3G-Regel starten die Universitäten und Hochschulen ins Wintersemester. Es sind so viele Studenten wie nie – rund 409 000, 4700 mehr als im Wintersemester 2020/21 und 90 000 mehr als noch vor zehn Jahren. Auf sie warten 90 neue Studiengänge in Bayern, unter anderem Hebammenwissenschaften an der Uni Nürnberg-Erlangen und ein Bachelor-Studiengang Steuerberatung an der Hochschule Landshut. Der Gang ins Unigebäude dürfte für viele ungewohnt sein, schließlich befanden sich die Unis fast drei Semester im Lockdown. Jetzt soll ihnen der Neustart durch gezielte Willkommensangebote erleichtert werden, wie Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) sagte. Es gebe Onboarding-Wochen, Campus-Rallys, Brückenkurse und Mentoringprogramme. Die Unis haben großteils wieder auf Präsenzbetrieb umgestellt, das heißt, Seminare und zum Teil auch Vorlesungen werden wieder vor Ort angeboten. Allerdings muss eine OP-Maske getragen werden, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Auch ungewohnt: Überall in den Unigebäuden, auch in den Gängen, kann es zu Stichproben kommen – entweder der Student ist geimpft, genesen oder getestet. Die Unis und Hochschulen der angewandten Wissenschaften haben zum Teil Sicherheitsdienste engagiert, zum Teil kontrollieren sie mit Unipersonal. Sibler geht von einem „engmaschigen“ Kontrollnetz aus, jedoch werde nicht jeder Eingang einer Hochschule lückenlos überwacht. Dies sei nicht leistbar. Allerdings kann es passieren, dass auch ein Dozent vor Beginn eines Seminars die 3G-Regel kontrolliert. Jede Hochschule gehe hier anders vor, erklärte der Minister. Ohnehin sei die Zahl der geimpften Studierenden mit rund 80 Prozent erstaunlich hoch. Weitere zehn Prozent seien genesen. Diese Zahlen erschließen sich durch Umfragen und Stichproben erster Hochschulen. So waren unter den über 3000 Studierenden der Hochschule Deggendorf nur sieben ohne Nachweis, die dann die Hochschulgebäude verlassen mussten. „Hartgesottene Corona-Leugner gibt es unter Studenten nicht viele“, folgerte Sibler. dw

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