„Ich möchte so gern eine Fabel der Zweibeiner hören“, quakte Klara gestern. Die Biberin Frau Dr. Raspelzahn begann zu erzählen. „Die Fabel von der Ente und dem Mond. Eine Gruppe von Enten schwamm auf einem See und versuchte, Fische zu fangen. Darunter war eine Ente, der es den ganzen Tag lang nicht gelungen war, einen Fisch zu fangen. Abends ging der Mond auf und spiegelte sich im Wasser des Sees. Da rief die Ente ihren Gefährtinnen zu: ‚Seht, hier ist ein großer Fisch!’ Und sie tauchte nach dem vermeintlichen Fisch und das Spiegelbild des Mondes zerrann. Die anderen Enten lachten sie aus. Die Ente aber blieb allein zurück, in einem See voller Fische.“
Wir schwiegen einen Moment. Frau Dr. Raspelzahn lächelte und sagte: „Sehen Sie, meine Damen, das ist ganz typisch für Fabeln. Sie sind meistens kurz, aber man muss länger darüber nachdenken. Agnes, was meinen Sie?“ Agnes schnatterte: „Nun, diese Ente gibt sich Illusionen hin. Statt auf den einen großen Fisch zu warten, den sie niemals fangen wird, weil man den Mond niemals fangen kann, sollte sie besser schauen, was um sie herum ist. Bei Fabeln geht es immer um Lebensweisheiten, dargestellt von Tieren.“ Eure Paula