München – Die bayerischen Bischöfe wollen bei der Finanzierung landesweiter Aufgaben stärker sparen, aber nicht bei den katholischen Hochschulen. Das haben sie bei ihrer Herbstvollversammlung in München beschlossen. Die Zuschüsse für „die allermeisten“ Empfänger aus dem Überdiözesanen Fonds Bayern (ÜDF) sinken 2022 um fünf Prozent. Für das laufende Jahr war das Zuschussvolumen bereits um ein Prozent reduziert worden. Der ÜDF verteilt das Geld der Bistümer an mehr als 60 Einrichtungen. Darunter sind auch viele katholische Verbände. Als Grund für die Kürzungen wird auf die rückläufigen Einnahmen aus der Kirchensteuer verwiesen. Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und die Katholische Stiftungshochschule mit ihren Standorten München und Benediktbeuern sollen aber mehr Geld bekommen. Dies sei „politisch gewollt“, erklärte ein Sprecher. Die Bischöfe bekräftigten zudem die Tradition des Kirchenasyls. Damit werde „Menschen in extremen Notsituationen geholfen“. Wer Kirchenasyl gewähre, tue dies „nach reiflicher Überlegung und Beratung“ aus „innerster Gewissensfreiheit“. Derzeit laufen Gerichtsverfahren gegen drei Ordensleute. Die Beteiligten hätten sich „stets an das mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) vereinbarte Verfahren gehalten“, so die Bischöfe. kna