München – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) ist unzufrieden mit der Datenlage zu Corona-Impfungen. „Wir brauchen dringend Klarheit und Wahrheit bei den Daten“, sagte Holetschek unserem Portal merkur.de „Das Robert-Koch-Institut muss daher umgehend klären, woher die neuen Daten kommen und welche Defizite es gegebenenfalls bei den Daten gibt.“ RKI-Präsident Lothar Wieler sei daher auch zur nächsten Sitzung der Gesundheitsminister der Länder eingeladen worden. „Eine Lehre, die wir ganz klar aus der Pandemie ziehen müssen, ist: Wir haben großen Nachbesserungsbedarf bei den Datengrundlagen. Das gilt nicht nur für die Impfquote.“ Klar sei zudem: „Die Pandemie ist nach wie vor nicht beendet – und es ist weiterhin wichtig, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.“ Nach Einschätzung der Experten sei eine Impfquote von 85 Prozent bei allen 12- bis 59-Jährigen und von mindestens 90 Prozent bei den Über-60-Jährigen notwendig. „Davon sind wir selbst mit der neuen Schätzung des RKI noch deutlich entfernt.“ Einem von den Freien Wählern geforderten Freedom Day erteilte Holetschek eine Absage: „Ich sage auch ganz klar: Ich halte nichts davon, ein fixes Datum für das Ende der Pandemie festzulegen. Das Virus wird sich nicht an ein Datum halten.“ mm