München – Eine Seilbahn im Landkreis München wäre unwirtschaftlich und hat deshalb kaum Aussichten, je gebaut zu werden. Das ist das Fazit einer Nutzen-Kosten-Analyse, die der Landkreis München in Auftrag gegeben hatte. Konkret untersucht wurde der Bau einer Seilbahn von der U-Bahn Messestadt Ost bis nach Heimstetten. Für die fünf Kilometer lange Strecke wurden 66 Millionen Euro veranschlagt, zudem wäre die Bahn mit nur 20 km/h sehr langsam. „Und dann haben wir noch das Thema mit der städtebaulichen Integration und der Überfahrt von Grundstücken“, warnte Gutachter Bernd Kollberg. Ähnliche Nachteile haben eine untersuchte U-Bahn-Verlängerung von Messestadt Ost bis Heimstetten (536,9 Millionen Euro Baukosten) und eine 15 Kilometer lange Tramstrecke von Lohhof bis Garching-Hochbrück (204 Millionen Euro Baukosten). Am besten schnitt eine Schnellbus-Verbindung ab mit Beschleunigungsspur und Bevorrechtigung an Verkehrsknoten. „Das wäre am wirtschaftlichsten“, sagte Kollberg. Kurzfristig ist das auch für Landrat Christoph Göbel (CSU) die beste Lösung. icb