Rom – Vor drei Wochen schrieb der emeritierte Papst Benedikt XVI. in einem Kondolenzschreiben für einen Weggefährten, den Regensburger Theologen Gerhard Winkler: „Nun ist er im Jenseits angelangt, wo sicher schon viele Freunde auf ihn warten. Ich hoffe, dass ich mich bald hinzugesellen kann.“ Der Satz sorgte für Aufregung, weil er nahelegte, dass der 94-jährige Joseph Ratzinger eine gewisse Sehnsucht nach dem Jenseits habe. Nun stellte sein Privatsekretär, Erzbischof Georg Gänswein, klar: „Im Hinblick auf den Gesundheitszustand von Benedikt XVI. gibt es keinerlei Grund zur Besorgnis.“ Benedikt seit nicht nur „absolut lebensfroh“, sondern auch „stabil in seiner physischen Schwäche, glasklar im Kopf und gesegnet mit dem ihm typischen bayerischen Humor“. „Die Kunst des guten Sterbens gehört zum christlichen Leben dazu. Das macht Benedikt seit Jahren.“ JULIUS MÜLLER-MEININGEN