Sturm „Ignatz“ bremst den Zugverkehr

von Redaktion

Viele Feuerwehreinsätze wegen entwurzelter Bäume – S-Bahn evakuiert

München – Der erste Herbststurm des Jahres ist auch über Bayern hinweggefegt und hat vor allem in Franken zahlreiche Schäden angerichtet. Aber auch in Oberbayern gab es Einsätze. Bäume stürzten auf Häuser und Bahngleise. Der Zugverkehr war teilweise gestört. Gegenstände flogen durch die Luft, Ziegelsteine wurden von Dächern gewirbelt, teils fiel der Strom aus. In den meisten Fällen ging es aber glimpflich aus.

Im Landkreis Fürstenfeldbruck wurden Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 90 Stundenkilometern gemessen. Ein Baum stürzte auf die Motorhaube einer 23-jährigen Autofahrerin aus dem Kreis Landsberg. Sie wurde leicht verletzt und erlitt einen schweren Schock. Zudem musste in Gröbenzell eine gestrandete S-Bahn mit 40 Fahrgästen auf freier Strecke evakuiert werden. Zuvor war gegen 8 Uhr morgens bei Olching ein Baum auf die Oberleitung gefallen. Die Fahrgäste mussten rund zwei Stunden ausharren, bis sie von der Feuerwehr befreit wurden. Auch auf der Linie S1 musste am Nachmittag der S-Bahn-Verkehr wegen Gegenständen in der Oberleitung zwischen München Ost und Freising/Flughafen eingestellt werden.

Auch außerhalb Oberbayerns sorgte Tief „Ignatz“ für Zugausfälle und Streckensperrungen. Probleme gab es vor allem auf der ICE-Strecke zwischen Würzburg und Nürnberg. Die Länderbahn stellte ihren Betrieb in Nordbayern komplett ein. Auf der A7 kippten zwei Lastwagen nach Sturmböen um. Mehrere Städte riefen die Menschen dazu auf, Grün- und Parkanlagen zu meiden. Einige Parkanlagen der Bayerischen Schlösserverwaltung blieben geschlossen.

Auch in der Nacht zu Freitag soll es in Teilen Bayerns weiter stürmisch bleiben. Mit schweren Sturmböen muss dem DWD zufolge vor allem im nördlichen Franken gerechnet werden.  tog/mm/lby

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