Kaputte Spitzen gehen nicht

von Redaktion

Egling am See – Wer hat den schönsten Bart? Diese Frage haben sich gesichtsbehaarte Männer bei der Bart-Olympiade und den Deutschen Meisterschaften der Bärte im niederbayerischen Eging am See (Kreis Passau) gestellt. Rund 100 Bartfreunde traten in Kategorien wie „Dalí“, „Kaiserlich“ oder „Musketier“ an.

„Die Pflege des Barts ist eigentlich das Wichtigste“, sagte Christian Feicht, Präsident des Ostbayerischen Bart- und Schnauzerclubs, der den Wettbewerb ausrichtete. Kaputte Spitzen kämen bei der Jury nicht gut an.

Wichtig sei außerdem die Masse an Bart, dabei komme sowohl auf die Dichte als auch auf die Länge an. „Je mehr ,Material’ man hat, desto mehr hat man zum Stylen“, sagte Feicht. Auch ein gewisses Auftreten mache unterbewusst wohl immer Eindruck bei der Jury. In früheren Zeiten sah man den Bart als Zeichen der Kraft an.

Die Teilnehmer kamen aus Deutschland – vor allem aus dem Süden – aber auch aus den Niederlanden, Österreich, Italien, Schweiz oder Israel. Eine Jury aus sieben Friseurmeistern und Barbieren kürte die besten Bärte. Feicht selbst hat die Jury in der Kategorie Freestyle überzeugt.

Es gab verschiedene Wettbewerbe: Die Überkategorien „Schnauz-“, „Kinn- und Backen-“ und „Vollbärte“ sind eingeteilt in Unterdisziplinen wie „Dalí“ – Vorbild ist hier der spitz zulaufende Schnauzbart des Malers Salvador Dalí – oder Vollbart „Verdi“. Dazu kommen Freistilkategorien und „Naturale“-Klassen, bei denen keine Hilfsmittel wie Sprays verwendet werden dürfen. Neu war in diesem Jahr die Barber-Style-Kategorie, die Stefan Grieblinger für sich entschied.

Die Bart-Olympiade war für alle Bärtigen offen, für die Deutsche Meisterschaft muss man hierzulande wohnen oder zumindest im Verein sein. „Es ist schon so, dass man mit einem gewissen Ehrgeiz und einer gewissen Ernsthaftigkeit hingeht“, sagte Feicht. „Im Großen und Ganzen ist es aber eine freundschaftliche Veranstaltung.“   GREGOR BAUERNFEIND

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