Rekord-Inzidenz bei bayerischen Kindern und Jugendlichen

von Redaktion

München – Die Corona-Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen in Bayern sind so hoch wie nie zuvor. In der Altersgruppe sechs bis elf Jahre lag die Inzidenz vergangene Woche bayernweit bei 415. Das ist ein Anstieg um 157 binnen Wochenfrist und der höchste Wert für eine Altersgruppe, den das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seit Beginn der Pandemie ermittelt hat.

Für die Zwölf- bis 15-Jährigen meldet das LGL ebenfalls einen massiven Anstieg: Hier liegt die Inzidenz inzwischen bei 391, bei den 16- bis 19-Jährigen bei 324. Der bisherige Inzidenz-Rekord für eine Altersgruppe stammte von Ende vergangenen Jahres und hatte in der Altersgruppe der Über-80-Jährigen damals den Wert von 376 erreicht.

Über alle Altersgruppen hinweg gibt das LGL die aktuelle Inzidenz in Bayern mit 181,3 an. Das Robert Koch-Institut meldete die etwas niedrigere Zahl von 179,1 – allerdings mit einem leicht abweichenden Stichzeitpunkt. Demnach ist die Inzidenz in Bayern die dritthöchste in Deutschland. Allerdings sind die fünf Regionen mit den höchsten Werten in Bayern, allen voran Mühldorf am Inn mit 522,8.

Aus einem Teil dieser fünf Landkreise wurden am Montag auch Schulen als Treiber der Infektionszahlen genannt. So hieß es aus dem Kreis Berchtesgadener Land, in Schulen und Kitas sei ein verstärktes Infektionsgeschehen zu beobachten. Im Kreis Miesbach sieht man den Beitrag der Schulen vor allem darin, dass dort viel getestet werde. Schuld an den hohen Zahlen seien die Lockerungen: „Es ist ja quasi alles wieder erlaubt, daher kommen die Menschen einfach mehr physisch zusammen“, heißt es aus dem dortigen Landratsamt. Das Kultusministerium schließt eine erneute Maskenpflicht am Platz unter bestimmten Bedingungen nicht aus, wie ein Sprecher gestern sagte. Schon jetzt könnten Gesundheitsämter vor Ort weitergehende Maßnahmen anordnen.

Einen Corona-Ausbruch gab es auch auf einer Station der RoMed Klinik in Wasserburg (Kreis Rosenheim). Nach positiven Corona-Tests bei zwei Mitarbeitern und einer Patientin nimmt die Klinik vorsorglich nur noch Notfallpatienten auf, wie sie gestern bekanntgab.  lby

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