Passau/Wien – Autobahn A3, Einreisekontrolle der Bundespolizei, gestern um 12.30 Uhr: Ein junger Beamter der Bundespolizei schlüpft in einen weißen Schutzanzug mit Vollmaske, zieht blaue Handschuhe über. Er wird die Kontrolle des silbergrauen Reisebusses übernehmen, der auf die Parkbucht gelotst worden ist. An Bord des Busses: ein Teil der Passagiere eines Fluss-Kreuzfahrtschiffes. Das Schiff war auf der Fahrt von Passau nach Wien. Doch nachdem es am Montagfrüh abgelegt hatte, klagten einige wenige Reisende über Corona-Symptome. Corona-Schnelltests ergaben positive Ergebnisse.
An der Schleuse Wien-Nussdorf legte das Schiff schließlich an, die österreichischen Gesundheitsbehörden ordneten einen PCR-Test für alle an Bord an: 138 Passagiere und 40 Besatzungsmitglieder. 76 Reisende und vier Besatzungsmitglieder hatten sich infiziert. „Unter den Symptomatischen gibt es nur leichte Verläufe, dass fast alle geimpft sind“, sagte Sonja Vicht vom Gesundheitsdienst Wien. Die Infizierten und Nicht-Infizierten seien getrennt von Bord geholt und zu Bussen gebracht worden. „Ein Bus mit den Gesunden, zwei Busse mit den Ansteckenden und Erkrankten und ein Bus mit gemischter Besetzung“, wie Bundespolizei-Sprecher Jürgen Bockstedt berichtete.
Das Kreuzfahrtschiff war von einem Leipziger Veranstalter gechartert. Die Reisenden stammen nach derzeitigen Erkenntnissen fast alle aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. mc/md