Erste Schule stellt wieder auf Distanzunterricht um

von Redaktion

Mühldorf/Gmund – Die Inzidenzwerte in Bayern steigen weiter. Und das hat Folgen. Die Realschule in Gmund am Tegernsee (Kreis Miesbach) ist die erste, die wieder für zwei Tage komplett auf Distanzunterricht umstellt. Heute und morgen – die letzten beiden Tage vor den Herbstferien – findet für die Schüler der Unterricht wieder zu Hause statt.

Die Umstellung auf Distanzunterricht erfolgt auf Anordnung des Gesundheitsamtes in Miesbach. Die Inzidenz liegt dort seit Tagen über 400. In der Realschule sind insgesamt 40 Schüler positiv getestet worden oder waren als enge Kontaktpersonen betroffen. Die Fälle verteilten sich auf 23 der 27 Klassen. Das Gesundheitsamt hatte das als „unübersichtliche Infektionslage“ eingeordnet, berichtet Rektor Tobias Schreiner. Mit dem Distanzunterricht sollen mögliche Infektionsketten unterbrochen werden.

Die Realschule in Gmund ist die erste und einzige Schule im Landkreis, die nicht nur mit einzelnen Klassen, sondern wieder komplett in den Distanzunterricht wechselt. Im Landratsamt hofft man, dass die Herbstferien die Lage etwas entspannen.

Auch in anderen Regionen steigen die Zahlen immer weiter. Mühldorf hat gestern die 600er-Schwelle überschritten. Der Landkreis hatte am Donnerstag einen Wert von 622 erreicht. Dabei gibt es große Unterschiede je nach Altersstufe. So haben die Null- bis 14-Jährigen in Mühldorf eine Inzidenz von 766, die 15- bis 34-Jährigen sogar von 854. Die Inzidenz bei den Über-80-Jährigen Mühldorfern hingegen liegt bei 298. In Traunstein, dem Landkreis mit der zweithöchsten oberbayerischen Inzidenz von 510, ist die Tendenz ähnlich. Bei Kindern bis 14 liegt sie bei 744, bei den 15- bis 34-Jährigen bei 749 und bei den Senioren nur bei 220.

Auch bayernweit ist die Inzidenz erneut stark angestiegen – sie liegt erstmals wieder über 200. Die 100er-Grenze war erst vor knapp zwei Wochen überschritten worden. Bundesweit haben nur Thüringen (260) und Sachsen (239) eine noch höhere Inzidenz als Bayern. Die sechs höchsten Inzidenzen in ganz Deutschland finden sich alle in bayerischen Landkreisen: in Mühldorf, Traunstein, Berchtesgadener Land, Miesbach, Rosenheim und dem niederbayerischen Straubing-Bogen.  gab/lby

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