Führungstrio will am Flughafen durchstarten

von Redaktion

VON HANS MORITZ

München – Die beiden Neuen sind erfahrene Manager, mit der Luftfahrt sind Nathalie Leroy (49) und Jan-Hendrik Andersson (51) bislang aber wenig in Berührung gekommen. Die gebürtige Französon Leroy hat 18 Jahre in der kritischen Infrastruktur gearbeitet und war zuletzt Sprecherin der Geschäftsführung von Hamburg Wasser. Davor fungierte sie unter anderem als Geschäftsführerin der RWE-Veolia Berlinwasser. Sie verantwortet seit 1. Oktober die Geschäftsbereiche Finanzen und Infrastruktur.

Andersson hat Wirtschaftsingenieurswesen studiert und unter anderem bei Bertelsmann, bei der Deutschen Post, dem Logistiker DHL sowie zuletzt bei Havi Supply Chain gearbeitet, der unter anderem McDonald’s und Burger King berät. Im Erdinger Moos übernimmt er ab Dienstag die Bereiche Handel und Sicherheit.

Vorgestellt wurden die beiden von Flughafenchef Jost Lammers und FMG-Aufsichtsratsvorsitzendem Albert Füracker. Der Finanzminister nannte Leroy und Andersson eine gute Besetzung. „Wir wollen die Führung eines unseres größten Aushängeschilds auf hohem Niveau fortführen. Die Aufgaben sind groß genug.“ Er gab der neuen Chefetage den Auftrag mit, „eine der Top-Beteiligungen Bayerns wirtschaftlich erfolgreich zu führen“. Von Gewinnen sprach er, anders als bei Lammers Amtseinführung vor genau zwei Jahren, aber nicht. Heuer dürfte die FMG zum zweiten Mal mit einem Minus abschließen.

Doch das wird immer kleiner. „Wir haben die Talsohle durchschritten“, betonte Lammers. „Es herrscht wieder rege Betriebsamkeit.“So waren es allein am Donnerstag 650 Starts und Landungen sowie 70 000 abgefertigte Passagiere. Für Oktober rechnet Lammers mit zwei Millionen plus x Reisenden. „Der Oktober ist der achte Monat in Folge mit steigenden Zahlen. Wir sind sehr zuversichtlich, zumal nun auch wieder Reisen in die USA möglich sind“, so der Flughafenchef.

Das während der Lockdowns zwei Mal stillgelegte Terminal 1 ist wieder voll in Betrieb, ebenso wie fast alle Restaurants und Geschäfte, betonte Andersson. Lammers kündigte an, dass auch im Terminal-2-Satelliten die ersten Lichter wieder angingen – nicht zuletzt, um das USA-Geschäft abzuwickeln.

Erfreut sei er, dass die Kurzarbeit kontinuierlich zurückgehe. Im Sommer war noch jeder zweite FMG-Beschäftigte in Kurzarbeit, heute ist sind es laut Lammers nur noch 20 Prozent.

Gedeihlich entwickelt sich seinen Worten zufolge auch das jüngste Standbein der FMG – das Immobiliengeschäft. Auf dem Lab Campus werde im Frühjahr der erste Bürokomplex in Betrieb gehen.

Leroy betonte die Wichtigkeit der Terminal-1-Erweiterung. Der Rohbau steht, die Eröffnung werde aber erst in ein paar Jahren stattfinden. Und Andersson will in Zukunft den Frachtbereich ausbauen.

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