München – Nach den kurzfristigen Bauarbeiten im Netz der Bayerischen Regiobahn im Oberland, die zahlreiche Zugausfälle zur Folge hatten, fordert der Fahrgastverband Pro Bahn Konsequenzen. „Wir erleben hier einen weiteren traurigen Höhepunkt einer jahrelangen Abwärtsspirale bei der Qualität der Betriebsführung durch die DB Netz AG“, sagte der Bezirksvorsitzende Norbert Moy. „Offenbar hat das Management den Bezug zum Endkunden völlig verloren und agiert nach Gutsherrenart zulasten der Bahnkunden und der Allgemeinheit. Was Fahrgäste und Verkehrsunternehmen jetzt erleben müssen, grenzt an Sabotage.“ Die Eisenbahninfrastruktur müsse im Sinne des Gemeinwohls auch wieder öffentlich verantwortet werden, forderte er.
Die BRB-Verantwortlichen hatten die kurzfristigen Bauarbeiten der DB Netz am Wochenende erneut scharf kritisiert und von einem „schwerwiegenden Bauplanungsfehler“ gesprochen. Von Fahrten mit der eigenen Bahn ins Oberland am Sonntag rieten sie ab. Die Bahn hatte am Freitag eingeräumt, bei Bauausführung und Information ihrem Anspruch nicht gerecht geworden zu sein. dg