Rekordinzidenzen: Bearbeitungsstau in Nürnberg

von Redaktion

Mühldorf/Nürnberg – Nach einem deutlichen Anstieg der Corona-Infektionszahlen ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern auf einen Rekordwert von 248 geklettert. Im Kreis Mühldorf ist die Inzidenz nach wie vor bundesweit am höchsten – mittlerweile liegt sie bei 654, am Sonntag sogar bei 663. Das ist der höchste Wert, den es jemals in einer bayerischen Region gegeben hat. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) warnte: „Die Sieben-Tage-Inzidenz der Geimpften beträgt in Bayern aktuell 50,9. Bei den Ungeimpften ist der Wert mit 451,5 neunmal so hoch.“

Vor allem bei den Schulkindern, für die es noch keinen Impfstoff gibt, steigt die Zahl der Infektionen. Die Altersgruppe der Sechs- bis Elfjährigen in Bayern hatte vergangene Woche eine Inzidenz von 527. Für die Zwölf- bis 15-Jährigen lag sie bei 493.

Die Stadt Nürnberg kommt wegen eines sprunghaften Anstiegs der gemeldeten Corona-Infektionen mit der Bearbeitung nicht mehr hinterher. Es gebe mehrere hundert Fälle sowie Änderungsmeldungen von Samstag und Sonntag, die unbearbeitet seien, teilte die Stadt mit. Es kommt zu Verzögerungen bei der Kontaktaufnahme mit den Betroffenen. Das hat auch Auswirkungen auf die Fallzahlen. Die auf Nürnberg bezogenen Meldungen des RKI würden in den kommenden Tagen nicht die reale Situation abbilden. Gestern lag die Inzidenz dort offiziell bei 200. Das Team des Nürnberger Gesundheitsamtes sei bereits verstärkt worden.  lby

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