Kochel – Das war Glück im Unglück: Bei einem Steinschlag am Kesselberg unweit von Kochel (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ist niemand verletzt worden. Jede Menge Geröll und sogar Bäume polterten auf die Fahrbahn.
Die Alarmierung der Kochler Feuerwehr erfolgte am Samstag gegen 8.30 Uhr. „Gleich hinter den ersten Kurven, etwa auf Höhe des lang gezogenen Parkplatzes, waren Felsen und Bäume auf die Fahrbahn gestürzt“, erklärte Christoph Marksteiner von der Kochler Feuerwehr. Ein Felsbrocken hatte die Leitplanke getroffen und an dieser Stelle komplett zerstört. Auch auf der Straße selbst hinterließ der Einschlag Spuren im Teerbelag.
Ausgelöst worden war der Steinschlag wohl durch Tau-/Frostwechsel, eventuell in Kombination mit heftigem Wind. Dadurch wurde eine große Buche etwa 100 Meter oberhalb der B 11 entwurzelt. „Die Buche ist bis hinunter auf die Fahrbahn gefallen, hat weitere Bäume und Felsmaterial mit sich gerissen“, berichtet Martin Herda vom Staatlichen Bauamt. Der Baum riss Felsbrocken mit sich, die mit so einer Gewalt nach unten rasten, dass sie sogar die Steinschlagschutzzäune an der Bundesstraße einfach zerfetzten. Mit Traktoren und einem Radlader beseitigte die Feuerwehr Felsen und Bäume. Die Straße wird bis mindestens Dienstagabend gesperrt bleiben. „Im steilen Gelände oberhalb der Fahrbahn befinden sich noch zahlreiche lose Felsblöcke, die zunächst aus dem Hang geholt werden müssen“, berichtet Herda. Wer also zum Walchensee will, der muss einen weiten Umweg über Garmisch-Partenkirchen und Krün/Wallgau in Kauf nehmen. die Ausweichroute ist ausgeschildert. VERONIKA AHN-TAUCHNITZ