Gestern Abend beobachteten wir funkelnde Lichter in der Dämmerung. Nach kurzer Zeit sahen wir zuallererst den reitenden römischen Soldaten mit einem glitzernden Schwert und einem langen roten Mantel auf einem weißen Pferd. Hinter dem Soldaten liefen singend, mit leuchtenden, bunten Laternen ein paar Kinde. Waldkauz Ulrich und ich beobachteten den privat organisierten Sankt-.Martins-Umzug der Bauernfamilie..
„Wer war dieser Martin eigentlich und warum feiern die Zweibeiner diesen Mann?“, fragte ich meinen schlauen Waldkauzfreund. Ulrich krächzte: „Der 11. November ist der Namenstag von Martin von Tours. Martin von Tours war ein römischer Soldat. Eine Geschichte der Zweibeiner erzählt, wie Martin vor mehr als 1600 Jahren eine gute Tat vollbracht hat. In einer kalten Herbstnacht ritt er an einem frierenden armen Mann vorbei, der ihn anbettelte. Da der Soldat Martin weder Brot noch Geld dabei hatte, zerteilte Martin mit seinem Schwert seinen warmen Wintermantel und gab eine Mantelhälfte den Bettler. Nach dieser Tat soll Jesus in Martins Traum erschienen sein und ihn gelobt haben.“ Um Sankt Martin zu ehren, werden Lichter und Laternen angezündet und süßes Gebäck geteilt.
Eure Paula