Schongau – An der Pfaffenwinkel-Realschule in Schongau galt seit Wochenbeginn eine Befreiung von der Maskenpflicht am Platz – und nur kurz. Gestern wurde Rektor Armin Eder vom Kultusministerium zurückgepfiffen.
„Einem Schüler, der sich dem Tragen der Maske widersetzt, drohen keine Sanktionen“, betonte Eder. Für die „Verordnungen, die Herr Söder ins Laufen bringt“, fehlten schlichtweg die rechtlichen Grundlagen. Er führte zudem an, dass die Abstände in den Klassenzimmern – die Schüler sitzen an Einzeltischen – genügend groß seien. Außerdem gebe es Lüftungsanlagen. Eder selbst ist geimpft, sagt er, und testet sich täglich selbst. „Ich kann nicht mit Maske unterrichten, da werde ich krank und falle aus“, erklärte er weiter. Das wolle er auch seinen Schülern zugestehen, ebenso den Lehrer-Kollegen, von denen manche über Halsschmerzen und Schwindel geklagt hätten.
Das Echo in der Schule war indes gemischt. Manche Schüler begrüßten die Befreiung von der Maskenpflicht –manche Eltern indes waren empört. „Das ist doch der pure Wahnsinn“, sagte eine Mutter unserer Zeitung.
Gestern bekam Rektor Eder einen Anruf aus München und wurde zurückgepfiffen. Das Kultusministerium teilt mit: „Im konkret geschilderten Fall hatte es sich offenbar um ein Missverständnis gehandelt.“ Der Schulleiter werde die Schulfamilie noch im Laufe des Tages über die Pflicht zur Einhaltung der derzeit gültigen Maßnahmen – „dazu gehört die Einhaltung der Maskenpflicht“ – informieren. so geschah es dann auch: „Ich habe gerade eine Durchsage gemacht und meine Durchsage vom Wochenbeginn revidiert“, teilte Eder unserer Zeitung gestern Mittag mit. Juristisch gesehen sieht er sich als Rektor noch immer in der Zwickmühle. „Trotzdem muss ich jetzt die Schüler des Hauses verweisen, die eine Maske verweigern. Aber ich habe alles versucht.“ bas