Intensivbett in Südtirol

von Redaktion

Covid-Patienten aus Oberbayern verlegt

Freising – Die Lage in Bayerns Kliniken spitzt sich weiter zu. „Wir sind wieder voll im Katastrophen-Modus angekommen“, sagte gestern der Freisinger Kliniksprecher Sascha Alexander. Der Betrieb in anderen Abteilungen müsse deutlich zurückgefahren werden, um Personal zu gewinnen, das sich um Corona-Patienten kümmern kann. Weil für drei Intensiv-Patienten kein Platz mehr war, mussten sie bis nach Südtirol in Kliniken gebracht werden, in denen noch Intensivbetten frei waren.

Auch in den niederbayerischen Kliniken ist die Lage nach Behördenangaben dramatisch. Ärzte appellieren an die Bürger, sich impfen zu lassen. „Die Kapazitäten auf den Intensivstationen sind quasi erschöpft, eine heimatnahe Versorgung ist nicht mehr in allen Fällen möglich“, teilte der Landkreis Straubing-Bogen mit. „Wenn die Prognosen zutreffen, dass in 14 Tagen mehr als die Hälfte der Intensivpatienten Covid-19-Patienten sein werden, dann wird es uns endgültig überrollen“, warnte Christian Ernst, Ärztlicher Leiter für Krankenhauskoordinierung im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Straubing.  mes/lby

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