Gedruckte Sterbebilder, die beim Begräbnis eines Verstorbenen verteilt werden, gehören bis heute weithin zum festen Trauerritual. Dieser Brauch entstand in Holland und Belgien und verbreitete sich in ganz Europa. In der Mitte der kleinen Zettel sind meist ein Bild sowie die Lebensdaten des Toten, die früher viel ausführlicher gehalten waren, u.a. mit Zusätzen wie „wohlgeboren“, „tugendsame/r Jungfrau/Jüngling“ oder auch mit beruflichen und Standeshinweisen wie „Herrschaftsköchin“ oder „Dienstmagd“ oder „Hausbesitzer“, „Austragsmutter-/ Austragsbauer“ und „Hubervater“. Die Bilder auf der Vorderseite waren meist religiös und auch recht kitschig, ergänzt mit einem kurzen Gebetstext. Heute sind Sterbebilder sachlicher und nüchterner gestaltet.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Um die Zeit von St. Kathrein, da wintert’s gerne ein. Andreasschnee bleibt 100 Tage liegen.