Garmisch-Partenkirchen – Eineinhalb Jahre waren alle Skipisten in Bayern wegen Corona geschlossen. Als erstes Gebiet in Deutschland startete am Freitag die Zugspitze den Betrieb. „Die Gondeln waren am Vormittag gut gefüllt“, sagt die Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn Bettina Kunzmann.
Nur Geimpfte und Genesene dürfen vorerst die Bergbahnen an Deutschlands höchstem Berg benutzen, es gilt die 2G-Regel. Die Kabinen fahren mit zwei Dritteln der Gäste – 80 statt 120 Personen. Der Start an der Zugspitze war trotz steigender Inzidenzen für viele Liftbetreiber ein positives Signal. Es ist aber unklar, wie lange hier Ski gefahren werden darf. Denn am Freitag verkündete Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verschärfte Corona-Maßnahmen. Bei Hotspots mit einer Inzidenz über 1000 muss „alles geschlossen werden“, sagte Söder. Somit wahrscheinlich auch die Skigebiete. Die neuen Beschlüsse sollen Mitte nächster Woche in Kraft treten. Auf der Zugspitze nimmt man das noch gelassen. „In den nächsten Tagen wird hier erst mal alles normal weiterlaufen“, sagt Kunzmann. Es könnte aber bald auch 2G plus gelten. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen lag die Inzidenz gestern bei 649.
Bei der Urlaubsplanung halten sich viele Menschen derzeit noch zurück. Bisher würden Unterkünfte in Orten für Skiurlauber eher verhalten gebucht, teilten die Tourismusregionen Allgäu, Oberbayern und Bayerischer Wald mit. Zu groß sei bei vielen Menschen die Unsicherheit, wie sich die Fallzahlen entwickeln und welche Regeln zum Zeitpunkt des geplanten Urlaubs gelten könnten. Andernorts würden einige Buchungen wieder storniert. Einen Lichtblick bieten die Weihnachtsferien: In dieser Zeit sei die Buchungslage „eigentlich ganz gut“, heißt es zum Beispiel aus Pfronten im Allgäu. Ob das so bleibt, ist angesichts der neuen Maßnahmen jedoch fraglich. jb/lby