Fünf Corona-Tote im Klinikum Ebersberg

von Redaktion

München/Ebersberg – Die Lage im Kreisklinikum Ebersberg wird immer dramatischer. In der Klinik, die wegen der aktuell hohen Zahl an Covid-Patienten nur noch eine eingeschränkte Notfallversorgung gewährleisten kann, sind am Wochenende fünf Menschen an dem Virus gestorben. Das Landratsamt hatte vor dem Wochenende gewarnt, dass Patientenverlegungen drohen, weil etwa für Unfallopfer nach einer Erstversorgung kein Intensivbett zur Verfügung stehen könnte.

In München ist das bereits Realität: Vom Flughafen München startete am Sonntag ein Spezial-Airbus der Luftwaffe mit fünf schwerkranken Patienten aus Oberbayern und Schwaben an Bord, die über Hamburg nach Schleswig-Holstein gebracht werden sollen.

Andernorts im Landkreis Ebersberg stemmte man sich am Wochenende ebenfalls gegen die Pandemie. In Egmating ließen sich 365 Menschen bei einer Sonderaktion gegen das Virus impfen. Nachdem der Impfbus zuletzt regelrecht überrannt worden war, hatten sich Hausärzte, Lokalpolitiker und Vereine zusammengetan. Noch erfolgreicher war eine Impfaktion in Hebertshausen im Kreis Dachau: Hier ließen sich binnen 16 Stunden 3040 Menschen impfen, darunter 870, die spontan und ohne Termin in die Schulturnhalle kamen, um eine Dosis zu erhalten.

Unterdessen haben leitende Geistliche aus Süddeutschland zum ersten Advent die Entwicklungen der Pandemie in ihren Predigten thematisiert. Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sagte, es sei schwer zu ertragen, „dass dieses permanente Achtgeben, die Masken, die Abstände, die Absagen jetzt schon wieder ins Zentrum rücken“. Der katholische Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst kritisierte Ungeimpfte scharf. „Unvernünftige und Uneinsichtige“ raubten Kindern eine unbeschwerte Kindheit und Älteren „die letzten Jahre“. Christen könnten nicht tatenlos zu sehen: „Querdenkern kann unser ,Hosanna’ nicht gelten.“  ja/ps/lby

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