Verkehrsverbünde für ganz Bayern

von Redaktion

München – Im Dezember 2024 ist es so weit: Dann sollen die Tarife des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) auch im östlichsten Teil des Landkreises Erding gelten. Wer auf der Bahnstrecke von Erding nach Mühldorf fährt, profitiert bis Dorfen davon, dass die Strecke künftig im Verbund liegt. Das ist für Pendler auf dem stark genutzten Teilstück zwischen Markt Schwaben (Kreis Ebersberg) und Dorfen interessant. Aber auch für Reisende, die privat unterwegs sind.

Nicht nur im Landkreis Erding soll der Beitritt oder der Zusammenschluss zu Verkehrsverbünden für bessere Mobilität sorgen. „Alle Fahrgäste in Bayern sollen von den Vorteilen profitieren“, erklärt Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). Von Bayerns rund 13 Millionen Einwohnern leben rund acht Millionen in Regionen, die bereits einem Verkehrsverbund angehören. 47 Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat sind noch verbundfrei. Doch das soll sich möglichst bald ändern: Alle prüfen derzeit, ob sie einem bestehenden Verbund beitreten oder selbst einen neuen gründen sollen.

Die Staatsregierung unterstützt Kreise und Kommunen bei Verbunderweiterungen oder -neugründungen. Dazu gehört die Förderung von Grundlagenstudien, die untersuchen sollen, ob sich der Beitritt lohnt. Während der Landkreis Erding, Stadt und Kreis Amberg und der Landkreis Cham diese erste Hürde bereits genommen haben, befinden sich andere Regionen noch in der Findungsphase.

Aktuell laufen verschiedene Studien. Beispielsweise soll der VGN im Großraum Nürnberg, bislang der flächenmäßig größte Verbund, weiter wachsen. Für die „Erweiterungsstudie MVV“ lassen die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech, Miesbach, Rosenheim, Mühldorf und Landshut einen möglichen Beitritt untersuchen. Und die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein prüfen, ob sie gemeinsam einen Verkehrsverbund „Südostoberbayern“ gründen.   KATHRIN BRACK

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