Aiwanger: Alle Schüler sollen sich testen lassen

von Redaktion

München – Der Parteichef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, will angesichts der hohen Infektionszahlen in Bayern Testlücken in Schulen schließen. Ungeimpfte Schüler an weiterführenden Schulen müssen sich derzeit drei Mal wöchentlich einem Schnelltest unterziehen, an Grundschulen gibt es zwei Mal wöchentlich PCR-Pooltests. Bereits geimpfte Schüler können sich testen lassen, müssen das aber nicht. Geht es nach Aiwanger, muss sich das ändern. Die Schüler könnten auch als Geimpfte infiziert sein und das Virus weitergeben.

„Wenn wir wegen der Corona-Pandemie schon vorgezogene Ferien diskutieren und die Schüler mit Maske im Klassenzimmer sitzen, ist es auch dringend nötig, alle Schüler zu testen, auch die geimpften“, sagte der Wirtschaftsminister.

Verlängerte Weihnachtsferien lehnte er indes wie zuvor auch Kultusminister Michael Piazolo (wir berichteten) ab.

Ganz ähnlich äußerte sich gestern der Bayerische Elternverband. Ein Vorziehen der Weihnachtsferien, wie es etwa die Wissenschaftsorganisation Leopoldina vorgeschlagen hatte, „steht dem Bildungsauftrag und den elementaren Entwicklungsbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler grob entgegen“, erklärte Landesvorsitzender Martin Löwe. Allerdings fordert Löwe mehr Flexibilität vom Kultusministerium. Schulen sollten selbst entscheiden dürfen, ob sie die Präsenzpflicht aufheben und Wechsel- oder kompletten Distanzunterricht einführen.

Auch die Bayerische Jungbauernschaft, die Jugendabteilung des Bayerischen Bauernverbands, fordert, den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten. Nachdem zum Beispiel die Vereinsarbeit derzeit eingestellt sei, stelle der Schulbesuch „den letzten Funken Normalität“ dar. „Je nach Gestaltung des Distanzunterrichts gerät ein wesentlicher Teil des Alltags durcheinander“, gibt die Bayerische Jungbauernschaft zu bedenken.  mm/lby

Artikel 1 von 11