Geretsried – Der ehemalige Linken-Bundestagsabgeordnete Andreas Wagner hat seiner Partei den Rücken gekehrt. Der Geretsrieder geht mit den Linken hart ins Gericht. Die Partei reagiere auf die Herausforderungen der Pandemie nicht angemessen. Wagner zählt zu den Gründungsmitgliedern der Linken-Partei.
Der Linken hätte es gut zu Gesicht gestanden, „die alte und die neue Regierung zum Handeln in der Corona-Pandemie zu drängen“, sagt er. Doch sie habe sich „weggeduckt“ und gleichzeitig das Feld der früheren Vorsitzenden der Linken-Bundestagsfraktion, Sahra Wagenknecht, überlassen. Sie drehe es sich hin, wie sie es gerade brauche, um Zweifel an der Wissenschaft und am Impfen zu säen. Wagenknecht gilt als Impfskeptikerin und hat den Beschluss des Parteivorstands für eine Impfpflicht kritisiert. Wagner hingegen hält die Corona-Impfungen für immens wichtig, wie er betont.
In seiner Generalabrechnung hält er seinen ehemaligen Genossen vor, als Oppositionspartei versagt zu haben. In seiner Austrittserklärung schreibt er: „Ich bin in eine andere Partei eingetreten als die, wie ich sie derzeit erlebe.“ Der 49-Jährige will sich nun außerhalb einer Partei engagieren. Wie, lässt er offen. cce