Bahnsteigtüren in Sicht

von Redaktion

Bahn prüft Maßnahme für S-Bahnhöfe

München – Die Deutsche Bahn prüft derzeit den Einsatz sogenannter Bahnsteigtüren an den S-Bahnhöfen in München. Das geht aus der Antwort der Verwaltung auf einen Antrag von CSU-Stadtrat Hans Hammer hervor. Bahnsteigtüren sind in München ein wiederkehrendes Thema, immer wieder kommen sie nach Unfällen im Gleisbereich aufs Tapet.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hatte sich im August 2019 dazu entschieden, Bahnsteigtüren testen. Eine Machbarkeitsstudie war positiv verlaufen. Ein Pilotprojekt soll 2023 am U-Bahnhof Olympiazentrum starten. Das System besteht aus einer Wand mit Einlässen am Bahnsteig. Diese Zugänge öffnen sich erst, wenn der Zug zum Stillstand gekommen ist. Das bedingt, dass die Züge so an den Bahnsteigen halten, dass die Türen der Waggons exakt auf Höhe der Bahnsteigtüren liegen. Bei der MVG ist das nur möglich, wenn die bisherige Steuerungstechnik umgestellt wird. Sie soll ab 2023 innerhalb von zehn Jahren digitalisiert werden.

Seitens der Deutschen Bahn, die für die S-Bahnhöfe zuständig ist, heißt es nun, dass man sich bereits seit 2017 im Rahmen des Aktionsprogramms „Zukunft S-Bahn München“ mit dem Thema befasse. Die Vorteile lägen auf der Hand, die Bahnsteigtüren gewährleisteten mehr Sicherheit und eine besser Taktung. Das Unternehmen hatte eigens eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. „Zurzeit befinden wir uns innerhalb des DB Konzerns im Prozess der Meinungsbildung zum pilothaften Einsatz von Bahnsteigtüren“, zitiert die Stadtverwaltung einen Sprecher der Bahn. SASCHA KAROWSKI

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