Mehr Betten für Corona-Patienten

von Redaktion

Staatsregierung stellt Gehaltsanreize für Pflegekräfte in Aussicht

München – Die Staatsregierung will die Intensiv-Stationen in Bayern entlasten und stellt 66 Millionen Euro für ein Maßnahmenpaket zur Verfügung. Ziel sei es, weitere Kapazitäten zu schaffen, betonte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) gestern nach der Kabinettssitzung. Dazu sollen künftig auch Fachkliniken in die Versorgung von Corona-Patienten eingebunden werden. Sie werden aufgefordert, Patienten aufzunehmen oder Pflegepersonal für besonders belastete Krankenhäuser zur Verfügung zu stellen. Für die Einschränkungen in ihrem Betrieb werden sie finanziell entschädigt, kündigte Holetschek an. Die Pflegekräfte sollen einen Ausgleich für die Zusatzbelastungen bekommen. Man hoffe, dass sich dadurch die Situation auf den Intensivstationen ein Stück weit entspanne, betonte er. Ziel sei es, rund 100 zusätzliche Betten zu schaffen.

Für die Pflegekräfte auf den Intensivstationen stellt der Freistaat finanzielle Anreize in Aussicht. Die Details müssten noch in Berlin verhandelt werden. Denkbar wären Gehaltszuschläge, steuerliche Entlastungen, aber auch Zuschüsse zur Kinderbetreuung, für die, die bereit wären, von Teilzeit auf Vollzeit zu wechseln. Auch Anästhesisten sollen künftig in den Kliniken helfen dürfen.  kwo

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