Kirchlichen Umbruch gestalten

von Redaktion

München – Die Kirche muss sich nach den Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx an der Gegenwart orientieren. „Wir stellen uns der jetzigen Zeitstunde. Wir träumen nicht von einer Vergangenheit, die vergangen ist, und konstruieren keine Zukunft, die noch nicht da ist“, sagte der Erzbischof von München und Freising zum Abschluss des 15-monatigen Gesamtstrategieprozesses für die Erzdiözese. Dabei waren Leitlinien entwickelt worden, wie das Erzbistum angesichts zurückgehender Finanzen und weniger Personals künftig weiter für alle Menschen wirken könne (wir berichteten). Die Gegenwart müsse immer wieder neu verstanden und innerlich positiv angenommen werden, „ohne Trauer, sondern mit Zuversicht, mit der Überzeugung, dass diese Stunde uns geschenkt ist und uns aufgetragen ist“, empfahl der Kardinal. Marx zeigte sich aber zuversichtlich, dass es auch in Zeiten des Umbruchs möglich sei, gut Kirche und Volk Gottes zu sein, um für alle eine Hoffnung inmitten der Gesellschaft aufzurichten, die sonst keiner geben könne.

Den rund 125 Mitwirkenden des Gesamtstrategieprozesses dankte der Kardinal für ihr Engagement. Die Erzdiözese bietet eine öffentliche virtuelle Info-Veranstaltungen am Freitag, 17. Dezember, um 10 Uhr an. Die Zugangslinks zu den Informationsveranstaltungen stehen unter www.erzbistum-muenchen.de/strategieprozess zur Verfügung.  kna

Artikel 1 von 11