Unterhaching/Weilheim – Eine komplette fünfte Klasse und vier Lehrkräfte des Lise-Meitner-Gymnasiums in Unterhaching (Kreis München) befinden sich seit Freitag in Quarantäne. Der Verdacht: Bei einem positiv getesteten Schüler soll die Omikron-Variante vorliegen. „Das Gesundheitsamt hat uns mitgeteilt, dass die Möglichkeit besteht“, sagte die Direktorin Michaele Trinder. Vorsorglich sei daher die ganze Klasse in häusliche Isolation geschickt worden. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.
Wegen sinkender Infektionszahlen enden indes an diesem Dienstag die letzten beiden regionalen Corona-Lockdowns in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Freyung-Grafenau. Die beiden Landratsämter kündigten das gestern in ihren jeweiligen Amtsblättern an.
Damit können Restaurants und Gaststätten wieder öffnen, Amateursport und Versammlungen sind wieder erlaubt. Es gelten dann in beiden Kreisen wieder die gleichen Einschränkungen wie im restlichen Bayern.
Lockdowns werden angeordnet, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis die Schwelle von 1000 überschreitet. Liegt die Inzidenz fünf Tage in Folge wieder unter 1000, werden diese Einschränkungen aufgehoben.
Rechtsgrundlage ist die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung der Staatsregierung. Im Kreis Freyung-Grafenau lag die Sieben-Tage-Inzidenz gestern noch bei 746,6, im Kreis Weilheim-Schongau bei 702,2. Die Zahl der Neuinfektionen in Bayern sinkt seit etwa zwei Wochen, das Robert Koch-Institut meldete am Montag noch 3805 neue Fälle. Die landesweite Inzidenz unterschritt mit 399,1 die Marke von 400. Dabei spielt aber auch eine Rolle, dass die örtlichen Gesundheitsämter überlastet sind und es zu verzögerten Meldungen kommt. mbe/lby