Höhenkirchen-Siegertsbrunn/Rosenheim – Nach einem Corona-Ausbruch sind im Alten- und Pflegeheim „Wohnen am Schlossanger“ in Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Kreis München) sechs Bewohner verstorben. Wie Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) erklärte, sei seit dem 15. November bei 22 Bewohnern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Außerdem wurden in dieser Zeit sechs Mitarbeiter positiv getestet. „Dank einer sehr guten Impfquote bei den Bewohnerinnen und Bewohnern gab es in den meisten Fällen einen milden bis mittelschweren Verlauf“, sagte Konwitschny. Leider seien in dieser Zeit auch sechs Menschen mit oder an Covid-19 verstorben. Zur Zeit seien noch eine Mitarbeiterin und zwei Bewohner positiv gemeldet. Die CSU-Fraktion hat beantragt, dass die Einrichtung jetzt mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet wird.
Im Landkreis Miesbach steht angesichts der angespannten Lage in den Krankenhäusern eine Leichensammelstelle bereit (wir berichteten). Der Ort, der aus Pietätsgründen geheim bleiben soll, sei fertig und betriebsbereit, teilte eine Sprecherin des Landratsamtes mit.
Derweil haben in Rosenheim 150 Teilnehmer für das Impfen demonstriert. Aufgerufen zu dieser Kundgebung hatte die Initiative „Rückenwind Gesundheitspersonal“. Unter anderem sprach der Kinderarzt Dr. Eberhard Ruhenstroth von einer „Verhöhnung“ des Personals im Gesundheitswesen durch die Proteste der Impfgegner. „Sie müssen, wenn es um Leben und Tod oder langwierige Krankheiten geht, jeden Tag 120 Prozent geben“, sagte der Mediziner. „Die Situation ist nicht mehr auszuhalten.“ Vereinzelt hatten sich unter die Demonstranten auch Impfgegner gemischt, die bis auf Zwischenrufe ruhig blieben. mm/jek