Winterfreuden im Norden

NACH DEN FESTTAGEN Der Ausflug muss nicht immer zum Tegernsee gehen

Der Festtagsbraten liegt noch im Magen, der Duft von Punsch sättigt die Luft: Wenn Heiligabend und Weihnachten vorbei sind, treibt’s die Leute nach draußen. Und es muss nicht immer der Tegern- oder Walchensee sein. Denn Bayern besitzt ja eine Riesenmenge an schönen Platzerln. Hier einige Tipps.

. Altstadt von Landshut mit der Burg Trausnitz: Die Burg thront über der niederbayerischen Bezirkshauptstadt Landshut. Der Herzog Ludwig I., genannt der Kelheimer, ließ sie 1204 erbauen, damals wurde auch die Stadt an der Isar gegründet. Durch die Altstadt zu flanieren und an der Isar zu spazieren, ist immer ein Erlebnis. Für den Besuch der Burg gilt 2G-plus.

. Die Turmruine St. Georg und St. Elisabeth im Kreis Aichach-Friedberg: Es handelt sich um die Überreste einer ehemaligen Renaissancekapelle auf dem Kellerberg nordöstlich von Schloss Blumenthal im Kreis Aichach-Friedberg. Die Überreste des Kapellenturms gehen auf das ursprüngliche Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert zurück. Die Ruine zwischen den Aichacher Ortsteilen Klingen und Sielenbach ist über die Staatsstraße 2338 zu erreichen. Von einem Backsteinbau führt ein Waldweg zu der Ruine.

. Der Daumillerberg in Tandern (Kreis Dachau): In Marcus Rosenmüllers Filmtrilogie „Beste Gegend“ sinnieren die Protagonistinnen Kati und Jo am Daumillerberg bei einer Halben Bier über ihre Jugend auf dem Land und das Erwachsenwerden. Und auch sonst spielen viele Szenen in und um Tandern, Heimatort von Drehbuchschreiberin Karin Michalke. Die Drehorte können Besucher seit diesem Sommer auf einem Wanderweg, dem „BesteGegendPfad“, besichtigen. Der Weg beginnt am Kirchplatz in Tandern und führt auf sechs Kilometern über 13 Stationen – inklusive Balanceparcour für Kinder und Fotorahmen am Tanderner Schloss. „Macht auch im Winter Spaß“, sagt Hans Glas vom Verein „Zukunft Tandern“, der den Pfad initiiert hat. Es ist etwas „für alle, die abseits des überfüllten Südens in Oberbayern einen ruhigen Ausflugsort suchen.“

. Vogelbeobachtungsturm im Freisinger Moos: Das Moos ist eines der größten noch erhaltenen Niedermoorgebiete Bayerns. Für einen Rundweg bietet sich als Startpunkt der Parkplatz am Vöttinger Weiher in Freising an, von dort aus geht’s Richtung Südwesten ins Freisinger Moos bis zum Beobachtungsturm in der Nähe des Moosach-Weihers. „Vor allem Wasservögel lassen sich zu dieser Jahreszeit beobachten“, sagt Hans-Jürgen Unger von der Freisinger Kreisgruppe des Landesbunds. „Ein Fernglas mitzunehmen, kann dabei nicht schaden.“ Außerdem ist es vom Vöttinger Weiher nicht weit bis zum Weihenstephaner Berg mit seiner prächtigen Aussicht.

. Romantischer Weg im Morsbachtal: Sagenumwobene Burgruinen entführen rund um Titting (Kreis Eichstätt) im Altmühltal in die Geschichte. Einer der Wege ist der Morsbachtalweg, er führt von Emsing an der Kirche weg, am Kinderspielplatz vorbei ins idyllische Morsbachtal nach Morsbach. Der Rückweg verläuft auf dem Waldweg, auf der Ostseite des Morsbachtales. Die Gehzeit ist rund zwei Stunden und lässt sich auch mit Kinderwagen schaffen, es gibt aber Stellen, an denen der Wagen hochgehoben werden muss.

. Der Wachsende Stein bei Landau an der Isar: Der Wachsende Felsen, auch Johannisfelsen genannt, ist ein Naturdenkmal in Usterling, einem Ortsteil von Landau an der Isar. Der Felsen ist ein seltenes Gebilde, das bei stark kalkhaltigen Quellen entsteht. Der Johannisfelsen dürfte über 5000 Jahre alt sein, er ist 40 Meter lang und fünf Meter hoch und damit die größte so genannte Steinerne Rinne in Deutschland. Das älteste Abbild vom „Wachsenden Stein“ ist ein Altarbild von 1520. Wer ihn in echt sehen will, erreicht Landau über die A 92 München–Deggendorf.  mc/we/dg

Freitag, 10. Juli 2026
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