Oh je, du Fröhliche!

von Redaktion

Polizei muss an Weihnachten zu vielen Einsätzen ausrücken

München – Brennende Adventskränze, eskalierte Familienfeiern und mehrere Unfälle, einer davon tödlich – für die Einsatzkräfte in Bayern gab es auch an den Weihnachtstagen einiges zu tun.

Auf Bayerns Straßen krachte es gleich mehrfach über die Feiertage. In Niederbayern starb an Heiligabend eine 54-jährige Frau nach einem missglückten Überholmanöver eines 18-jährigen Fahranfängers. Er war in Mainburg (Kreis Kelheim) mit dem Wagen der Frau kollidiert, sie starb noch am Unfallort. In Ried im Kreis Aichach-Friedberg wurden ebenfalls an Heiligabend vier Menschen bei einem Frontalzusammenstoß verletzt, zwei davon schwer. Schon in der Nacht zum Freitag hatte es in Ostbayern wegen Eisregens mehr als 100 Unfälle gegeben – meist Blechschäden.

In Oberfranken krachte eine Frau mit ihrem vollbesetzen Wagen auf einer Rastanlage gegen eine Zapfsäule. Ihr Wagen kippte auf die Seite und kam so an der Tankstelle an der A9 zum Stehen. Die Frau wurde leicht im Gesicht verletzt, ihr Beifahrer und die zwei Kinder im Auto kamen mit dem Schrecken davon.

Auch die Bergwacht blieb an Heiligabend nicht verschont: Gegen 23.30 Uhr mussten die Retter ausrücken, weil ein 64-jähriger Einheimischer auf dem Weg zur Mitternachtsmesse am Spitzingsee (Kreis Miesbach) gestürzt war. Er wurde mit einer schweren Knieverletzung in eine Klinik gebracht.

Dass nicht jedes Weihnachtsfest friedlich ablaufen muss, zeigt ein Fall aus Passau. Dort rastete ein betrunkener Mann an Heiligabend in der Wohnung seiner Großeltern aus. Er musste die Nacht in einer Arrestzelle verbringen. In Fürth eskalierte am Samstagabend ein Beziehungsstreit derart, dass in der Folge vier Polizisten verletzt und fünf Personen festgenommen wurden. Immer mehr Anwohner hatten sich bei dem Polizeieinsatz mit einem Festgenommenen solidarisiert. 18 Streifen waren im Einsatz – es wurden 50 Platzverweise ausgesprochen.

In Unterpleichfeld bei Würzburg mussten die Gläubigen spontan die Christmette selbst gestalten, weil der Priester nicht erschienen war. Er hatte seine betagte Mutter ins Krankenhaus gebracht und dabei laut BR die Zeit aus dem Blick verloren.

Auch die Feuerwehr musste vereinzelt wegen brennenden Adventskränzen ausrücken, zum Beispiel in Neusäß im Kreis Augsburg. Dort entstand ein Schaden von 100 000 Euro.

Und dann war da noch der Autofahrer in Schwaben, der Weihnachtsstimmung verbreiten wollte. Er hatte seinen Wagen mit einer Lichterkette verziert – für die Polizei war das allerdings eine Gefahr für die Verkehrssicherheit. Nun erwartet den Mann ein Bußgeldbescheid.  dg/lby

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