Oberammergauer Passion hofft und bangt

von Redaktion

25-prozentige Theater-Auslastung wäre zu wenig – Viel Zulauf bei Kinderimpftag in Peißenberg

Oberammergau/Peißenberg — Hinter der Oberammergauer Passion steht angesichts der Omikron-Variante plötzlich wieder ein dickes Fragezeichen. „Wir wissen nicht, wo wir stehen“, sagt Walter Rutz, Geschäftsführer der Passionstheater GmbH und Werkleiter der Gemeinde. Eine erneute Absage der Passion wie schon 2020 könne er nicht kategorisch ausschließen.

Weiter hoffen die Oberammergauer darauf, wie geplant am 14. Mai nächsten Jahres Premiere feiern zu können. Doch müsse man die Entwicklung abwarten. Die aktuellen Beschränkungen wären für den Theaterbetrieb nicht verkraftbar: Eine Auslastung von 25 Prozent – aktuell das Maximum des Erlabten – reiche wirtschaftlich gesehen nicht aus. Der aktuelle Zeitplan wird freilich zunächst nicht geändert: Am 6. Januar stehen die ersten Proben an.

Corona-Sorgen ganz anderer Art haben derzeit viele Eltern. Sie wollen ihre Kinder impfen, bekommen jedoch nicht immer Termine. Daher hat das Impfzentrum in Peißenberg (Kreis Weilheim-Schongau) die Kinderimpftage erfunden. Gestern konnten so 130 Kinder im Alter von fünf Jahren aufwärts mit dem Biontech-Impfstoff geimpft werden, sagte Kinderarzt Dr. Claus Schröder. Die Zahl sei nicht hoch, aber man impfe Kinder auch nicht „wie am Fließband“. Man nehme sich Zeit, mit den Kindern und Eltern zu reden.

Auch für die kommenden zwei Montage sollen beim Impfzentrum ausschließlich Termine für Kinderimpfungen vergeben werden. In der Schulzeit könnten die Nachmittage für Kinder freigehalten werden, sagte der Leiter des Impfzentrums, Christian Achmüller. Einen Haken gibt es: Die Terminvergabe erfolgt derzeit nur telefonisch. Technisch ist eine Registrierung von Kindern über das Bayerische Impfportal nicht möglich.  mas/bas

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