Windkraftplan im Ebersberger Forst in Gefahr?

von Redaktion

Ebersberg – In etwa drei Jahren soll es eigentlich losgehen mit dem Bau von fünf Windrädern im Ebersberger Forst. Im Mai sprachen sich die Bürger im Landkreis mit knapper Mehrheit für den Bau der neuen Anlagen aus. Doch nun sorgt eine Ad-hoc-Meldung für Unruhe: Die Green City AG, das Unternehmen, das die Windkraftanlagen im Ebersberger Forst bauen will, ist in finanziellen Schwierigkeiten. Das Unternehmen hat eingeräumt, dass im Geschäftsjahr 2021 der Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals festgestellt worden sei. Auch für 2020 wurde nachträglich ein Minus festgestellt.

„Grundsätzlich ist das eine sehr unerfreuliche und beunruhigende Nachricht“, sagte der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß (CSU). Das Unternehmen müsse dringend zu seiner Lage informieren. Nachdem der Standortsicherungsvertrag aber mit dem Freistaat Bayern geschlossen worden sei, müssten die vertraglichen Beziehungen auch auf dieser Ebene geklärt werden.

Die Green City AG beschwichtigt: Die Projektgesellschaft, die die fünf Windräder im Forst plane, sei nicht Teil der drei Konzern-Untergesellschaften, die am 17. Dezember per Ad-hoc-Meldung Aktionäre und Kreditgeber vor drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung warnen mussten. „Unseren Geschäftsbetrieb führen wir unverändert fort“, verspricht ein Unternehmenssprecher. „Das gilt auch für die Projektentwicklung des Windparks im Ebersberger Forst.“ Es gebe derzeit keinen Grund, die operative Handlungsfähigkeit des Unternehmens infrage zu stellen. Am 20. Januar soll den Aktionären ein Restrukturierungskonzept vorgestellt werden. JOSEF AMETSBICHLER

Artikel 5 von 11