von Redaktion

Bei schönem Wetter gönnte ich mir einen Ausflug zum Chiemsee und flog dabei über ein Moor. Das ist ein Gebiet, in dem die Erde ständig nass ist. Weil der Boden immer mit Wasser vollgesogen ist und daher wenig Luft und Sauerstoff enthält, können dort nur bestimmte Pflanzen und Tiere leben. Abgestorbene Pflanzenreste zersetzen sich dort nicht vollständig, sie bilden mit der Zeit Torf.

Je nach Herkunft und Nährstoffgehalt des Wassers, Vegetation, Torfbeschaffenheit sowie Gestalt des Moores unterscheidet man Hoch-, Flach- und Übergangsmoore.

Ein Hochmoor liegt nicht etwa in den Bergen – es ist hoch weil sich seine Oberfläche infolge des Wachstums von Torfmoosen und der Torfbildung über den Grundwasserspiegel hinaus erhoben hat. Die oberste Torfschicht wird allein vom Niederschlagswasser bewässert. Der Regen ist wesentlich saurer und nährstoffärmer als Grundwasser, mit dem das Hochmoor keinen Kontakt hat. Bis sich ein typisches Hochmoor bildet, kann es Jahrhunderte bis Jahrtausende dauern. Flachmoore sind durch Rodungen oder Verlandungen eines stehenden Gewässers entstanden. Sie bestehen aus nassem Grünland, man kann sie auch Sumpf nennen.

Eure Paula

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