Unverständnis für Silvesterfeuerwerk auf Elmau

von Redaktion

Krün – Schlossherr Dietmar Müller-Elmau steht nach dem Silvesterfeuerwerk über seinem Luxushotel bei Krün (Kreis Garmisch-Partenkirchen) in der Kritik. Natur- und Tierschützer halten das Spektakel im Elmauer Talkessel für „eine Katastrophe“. Andere Hoteliers, die bewusst auf Feuerwerk verzichtet haben, vermissen zudem Solidarität.

Als „absolut blödsinnig“ bezeichnet Hans-Joachim Fünfstück vom Landesbund für Vogelschutz das Feuerwerk in dem sensiblen Bereich in unmittelbarer Nähe zum Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Mittenwalder Buckelwiesen“. Vögel würden aufgeschreckt, was sich auf die Brut im Frühjahr auswirken könne. Auch Tessy Lödermann, Vorsitzende des Tierschutzbundes und Dritte Landrätin, kritisiert: „So ein Feuerwerk braucht’s nicht mitten in Wildlebensräumen.“ Ähnlich äußern sich Hoteliers in der Region. Man wolle nicht den moralischen Zeigefinger erheben, heißt es. Doch während viele bereits seit Längerem Alternativen für die Gäste anbieten, wäre ein Verzicht eine Frage der Solidarität.

Dietmar Müller-Elmau kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Er hatte einen Pyrotechniker aus Penzberg (Kreis Weilheim-Schongau) engagiert, dem habe man die Existenzgrundlage nicht entziehen wollen. Zudem seien keine Tiere zu Schaden gekommen. Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, wo Müller-Elmau sein Feuerwerk angemeldet hatte, fand keinen Grund, das Spektakel nicht zu genehmigen. MANUELA SCHAUER

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