München – Nach zwei Jahren Corona-Pandemie und fast ständigem Krisenmodus fordert die Caritas der Erzdiözese München und Freising eine wirksame Entlastung der Altenheime. Um den Betrieb sicherstellen zu können, appelliert der Verband an die Bundes- und Landespolitiker, die Quarantänezeiten auch für Kontaktpersonen von Omikron-Infizierten verantwortungsvoll zu kürzen. Insbesondere für geimpfte und gerade auch geboosterte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solle dies zeitnah beschlossen werden.
Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier erinnerte daran, dass die Altenheime noch im Dezember wegen der vierten Infektionswelle erhebliche Personalausfälle hätten kompensieren müssen. Mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante könne eine noch prekärere Lage drohen: „Wir rechnen wegen zunehmender Quarantänefälle mit noch größeren Ausfallquoten bei den Beschäftigten. Wie sollen wir das ausgleichen?“ Die Geschäftsleiterin der 27 Caritas-Altenheime in München und Oberbayern, Doris Schneider, monierte die nach wie vor stattfindenden Qualitätsprüfungen. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen habe Prüfungen durchgeführt in einer Zeit, „wo wir alle Hände voll zu tun hatten, das Alltagsgeschäft mitten in der vierten Corona-Welle zu bewältigen“. kna