Im Halbschlaf hörte ich vor ein paar Tagen ein ganz penetrantes kratzendes Geräusch. Ich watschelte los, um zu sehen, wer da schabte. Es war ein Zweibeiner, der seine Windschutzscheibe am Auto freibekommen wollte. Die war gänzlich weiß.
So wie die ganze Umgebung. Klara zeigte mit ihren Entenflügeln in die Landschaft um unsere Nester herum und quasselte los: „Sieh mal, Wetterente Paula, alles funkelt und glitzert so schön. Es hat heute Nacht Eis geschneit.“ Ich schüttelte den Kopf. „Klara, das ist doch kein Schnee“, schnatterte ich. Die vor uns liegende Landschaft sah wie verzaubert aus. „Dieses wunderschöne Naturschauspiel, was du gerade siehst Klara, nennen die Zweibeiner Reif. Der Reif“, erklärte ich weiter, „bildet sich meist über die Nacht. Dazu muss es aber richtig kalt und der Himmel wolkenlos sein. Ist der Himmel stark bewölkt, bilden die Wolken eine Art Schutzmantel. Die Temperatur wird dann nicht so kalt und es kann sich oft kein Reif bilden.“ „Wie entsteht Reif?“, fragte Klara. „Wenn ganz feuchte Luft auf sehr kalte Dinge trifft. Dann gefriert die feuchte Luft, die aus winzigen Wassertröpfchen besteht, direkt an den Gegenständen und verwandelt sich in schneeartige Eiskristalle.“ Eure Paula