Kitas ziehen positive Bilanz nach Testpflicht-Start

von Redaktion

München – Eigentlich hatte Susanne Engelhardt-Volk damit gerechnet, dass sie mindestens ein Kita-Kind am Montagmorgen nicht aufnehmen kann. Seit gestern galt in Bayerns Kitas die Testpflicht. Als Leiterin der Krippe Kinderwelt in Hohenbrunn (Kreis München) hatte sie zur Sicherheit am Wochenende noch mal eine Erinnerungs-Mail an alle Eltern geschickt. „Alle haben an den Test gedacht“, berichtet sie. Ihre Kollegen im benachbarten Haus des Kindes berichten dasselbe. „Das muss jetzt einfach noch zur Gewohnheit werden“, sagt Leiterin Barbara Estendorfer.

Ähnlich unkompliziert verlief der Montagvormittag in etlichen anderen Kindertagesstätten in Bayern. Auch die Erzieher der BRK-Krippe Krabbelkinder in Fürstenfeldbruck mussten kein einziges Kind abweisen. Im Regenbogen Kindergarten in Peißenberg (Kreis Weilheim-Schongau) ist der Testpflicht-Start ebenso reibungslos verlaufen. Etwa die Hälfte der 75 Eltern hätten unterschrieben, die andere Hälfte hatte den negativen Test dabei, berichtet Leiterin Betina Kreutzer.

Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) war schon vorher optimistisch, dass die neue Regel in den Krippen und Kindergärten gut umgesetzt wird. „Ich glaube, dass es funktionieren wird, weil die Eltern ja auch größtes Interesse daran haben, dass die Sicherheit in den Kitas sehr hoch ist.“ Schummelei durch die Eltern lasse sich zwar nicht ausschließen. „Aber ich baue wirklich darauf, dass das größte Interesse auch bei den Eltern daran besteht, dass die Kinder in einer sicheren Umgebung betreut werden.“

Seit gestern gilt in Bayern zwar keine Testpflicht in den Räumen der Kitas, aber eine Testnachweispflicht für die Sorgeberechtigten. In den Kitas zu testen, würde laut Trautner das Erziehungspersonal überfordern. Eltern müssen nun dreimal in der Woche glaubhaft versichern, dass sie alle Kinder mit negativem Ergebnis selbst zu Hause getestet haben.  kwo//bas/lby

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