Der Tag am See war bis jetzt sehr ruhig verlaufen. Ente Klara und ich beobachteten gerade zwei Zweibeiner, wie sie in der Nähe unserer Entennester einen neuen Vogelnistkasten mit einer großen Leiter an dem Stamm des alten Weidenbaumes befestigten. Der Nistkasten war aus hellem Holz, hatte ein großes rundes Loch und ein schiefes Dach, überzogen mit Dachpappe. Da landete Waldkauz Ulrich neben uns.
„Ulrich“, schnatterte Klara. „Du bist doch ein schlauer Kauz. Warum heißt denn die Dachpappe eigentlich Dachpappe? Haben die Zweibeiner wirklich auf manchen ihrer Dächer nur Pappe liegen?“, fragte sie. Ich verkniff mir einen Lachanfall und drehte mich zu Waldkauz Ulrich. Der wiederum überlegte kurz und krächzte dann los: „Also eigentlich hast du gar nicht mal so unrecht. Die Dachpappe, manchmal auch Teerpappe genannt, ist eine Pappe, die mit Bitumen, also mit dunkelfarbigem, aus Erdöl gewonnenen Pech getränkt ist. Oft wird diese Pappe dann noch mit grobkörnigem Sand oder ganz feinem Kies eingewalzt, um sie gegen Sonnenlicht und andere Witterungsverhältnisse zu schützen. Und weil die Dachpappe tatsächlich aus Pappe besteht, heißt sie so.“
Eure Paula