Ochsenfurt – Der Sommer 2021 war mit reichlich Regen und viel Sonne offenbar gut für Zuckerrüben. Jedenfalls haben die Rübenanbauer nach Verbandsangaben eine gute bis sehr gute Ernte eingefahren. Besonders erfolgreich waren die Landwirte im niederbayerischen Rübenanbaugebiet zwischen Plattling und Straubing, wie Fred Zeller, Geschäftsführer des Verbandes Süddeutscher Zuckerrübenanbauer (VSZ) mit Sitz in Ochsenfurt, sagt.
Die Verarbeitung der Zuckerrüben – die sogenannte Rübenkampagne – geht dem Ende entgegen. Lediglich in drei von sieben Zuckerfabriken im Bereich des VSZ würden noch letzte Rüben verarbeitet. Aufgrund der guten Ernte dauere die Kampagne heuer länger als sonst. Es gebe zwar keinen Grund für Überschwang, sagte Zeller. Jedoch seien die Resultate gut bis sehr gut und vor allem sehr gleichmäßig ausgefallen.
Der rechnerische Zuckerertrag lag laut Zeller in Süddeutschland bei durchschnittlich 15,3 Tonnen pro Hektar. Der fünfjährige Mittelwert liege bei 14. Den Spitzenwert mit einem Zuckerertrag von 16,6 Tonnen habe in der zu Ende gehenden Saison die Zuckerfabrik in Plattling eingefahren.
Weniger zufrieden sind die Rübenanbauer in Süddeutschland laut Zeller mit dem Zuckerpreis. Der rangiere bei etwa 420 Euro pro Tonne Weißzucker. Zwar sei der Preis mit etwas über 300 Euro schon deutlich niedriger gewesen. Angemessen wäre dem Verband nach aber ein Preis zwischen 450 und 500 Euro je Tonne. Schließlich müssten die Landwirte gestiegene Diesel-, Strom- und Düngemittelkosten kompensieren. lby