von Redaktion

Mein Waschbärfreund Waldemar und ich waren im kleinen Städtchen unterwegs. Nach einer Weile erblickten wir einen alten Mann, der die vorbeigehenden Zweibeiner um Geld bat. Waldemar brummte mir zu: „Wieso fragt der Mann denn nach Geld?“ Ich quakte traurig, dass der Zweibeiner wohl nicht genug Geld verdient, um ein gutes Leben zu führen, und deswegen Unterstützung braucht. Waldemar erwiderte: „Aber in Deutschland ist doch niemand arm! Wir sind doch ein reiches Land, in dem es allen gut geht!“ Ich schnatterte, dass das leider nicht stimmt. In Deutschland gilt man als arm, wenn man weniger als 60 Prozent von dem verdient, was das deutsche Durchschnittsgehalt ist. „Nach diesem Prinzip ist einer von sechs Deutschen arm.“

Waldemar unterbrach mich und brummte, dass hier doch aber niemand hungern muss. Ich quakte: „In den meisten Fällen ist das zum Glück so. Aber oft reicht das Geld nicht für eine ausgewogene Ernährung, sondern nur für sehr billiges Essen. Das kann dick machen. In armen Familien kommt es zudem oft vor, dass die Kinder kein Taschengeld bekommen und nicht mit zu Schulausflügen gehen können, weil die zu teuer sind.“

Eure Paula

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